Die Entstehung

Katzen gehören zu der Spezie der Säugetiere, allerdings stellen sie mit ungefähr 5.000 Arten eine relativ kleine Klasse der Wirbeltiere innerhalb des Tierreichs dar.

Besondere Kennzeichen dieser Art bestehen in der Warmblütigkeit, einem Haarkleid und den Milchdrüsen bei weiblichen Tieren.

Vor ungefähr 200 Millionen Jahren entwickelten sich im Zuge der Evolution die Säugetiere aus ihren Kriechtiervorfahren. Allerdings erfolgte die Abspaltung in zahlreiche Ordnungen erst vor rund 70 Millionen Jahren. Es entstanden dabei mehrere frühe Gruppen von Fleischfressern (Carnivoren), darunter auch die Miacis. Diese kleinen, wieselartigen Tiere besaßen alle notwendigen Voraussetzungen zum Überleben und dessen Weiterentwicklung. Hingegen starben andere ihnen gegenüber konkurrierenden Gruppen aus. Die Miacis konnten sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit vor rund 40 bis 50 Millionen Jahren zu den Vorfahren der heutigen Raubtierarten, so auch der Katzen entwickeln.

Die Katzen verfügten über ein ausgeprägtes Jagdverhalten. Aufgrund dessen konnten sie sich auch relativ schnell weiter verbreiten. Die Folge davon war die Aufspaltung in unterschiedliche Formen. Diese passten sich an die jeweils bestehenden Umweltbedingungen bestens an. Allerdings überlebten im Laufe der Evolution nur wenige der Formen, welche auch heute noch zu finden sind. So sind unter anderem die Säbelzahntiger, die asiatischen Riesentiger und auch der europäische Höhlenlöwe verschwunden.

Vermutlich lebten die frühesten Vorfahren unserer heutigen Katze zeitgleich mit diesen bereits ausgestorbenen Arten zusammen. Ihr weiteren Fortbestand haben die “Katzen” ihrer besonderen Anpassung an die jeweilige Umwelt zu verdanken. Bereits schon vor 12 Millionen Jahren existierten Arten, welche unseren heutigen Katzen sehr ähnlich sahen. Fossile aus jener Zeit können dies belegen. Noch vor 3 Millionen Jahren gab es auf der Erde unzählige Katzenarten. Heute werden die Katzen in drei Gattungsgruppen eingeteilt. Dazu gehören die Großkatzen (Pantherini) wie Löwen. Sie unterscheiden sich von anderen Gattungen dadurch, dass sie an der Zungenbasis über ein kleines und frei bewegliches Zungenbein verfügen. Dieses ermöglicht ihnen das typische Brüllen.Kätzchen

Daneben gibt es noch die Kleinkatzen (Felini). Hierzu gehören die zahlreichen Züchtungen durch den Menschen. Das bestimmende Merkmal dieser Gattung ist ein verknöchertes Zungenbein. Die Kleinkatzen können so nur Schnurren. Die dritte Gattung sind die Acionyx. Ein Vertreter ist hier der Gepard. Er ist bekannt dafür, dass er seine Krallen nicht vollständig einziehen kann. Man geht heute noch von 40 verschiedenen Katzenarten aus. Darunter ist unsere Hauskatze nur eine von vielen Arten. So konnte sie sich im Gegensatz zu den anderen Spezies durch die Hilfe des Menschen in mehrere Arten aufspalten. Es wandelte sich dabei das körperliche Erscheinungsbild der Hauskatze gegenüber der Wildkatzen gewaltig ab.

Vor rund 2 Millionen Jahren besiedelten die Katzen fast alle Kontinente. Durch die Kontinentalverschiebung gelangten die ersten Katzen in das heutige Südamerika. Daneben brachte der Mensch erst vor einigen Jahrhunderten Katzen auf viele Inseln. So kamen auch die ersten Katzen mit dem Menschen nach Australien. Eine katzenfreie Zone befindet sich in der Antarktis.

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