Gesichtsformen und Körperbau

Zur Bestimmung einer Katzenrasse werden in der Regel sehr selten die Fellfarben und-muster herangezogen. Vielmehr ist hier der Körperbau und die Gesichtsform von Bedeutung. Daneben gehören aber auch auffällige Merkmale, wie Schwanzlosigkeit oder Faltohren und das Wesen und die Persönlichkeit zu den Bestimmungsmerkmalen.

In der Regel sind schlanke und lang gestreckte Katzen meist lebhafter und auch extrovertierter als kompaktere und muskulöse Tiere. Es ist auch ein Unterschied im Körperbau der unterschiedlichen Rassen in den einzelnen Regionen zu verzeichnen. Beispielsweise überwiegen im Westen kompakte und rundliche Typen und in den östlichen Regionen findet man vorwiegend geschmeidige und sehnige Katzen.

schwarze katze

In kalten Regionen führte eine natürliche Auslese zu einem schweren und kompakten Katzentyp. Charakteristisch für diese Rassen sind ein großer, runder Kopf mit einer verhältnismäßig kurzen und breiten Schnauze. Der Körper ist muskulös mit einer breiten Brust und kräftigen Beinen mit runden Pfoten. Der Schwanz ist dick und kurz bis mittellang. Typische Vertreter sind hier die Britisch und Amerikanisch Kurzhaar oder auch die stämmige Kartäuserkatze. Daneben entwickelten sich aber auch robuste und kräftig gebaute Langhaarkatzen, welche sich im kalten Klima des Nordens entwickelten. Hier entstanden unter anderem aus Bauernkatzen die Norwegische und Sibirische Waldkatze  und auch die Main Coon.

Die fernöstlichen oder orientalischen Rassen sind in ihrem Körperbau am schlankesten.

Sie entwickelten sich in einem warmen Klima, wo es wichtig ist Körperwärme abzugeben und nicht zu speichern. So entstanden große Ohren, ein keilförmiger Kopf, feingliedrige Beine, ein schlanker Körper und ein langer, dünner Schwanz. Es besteht so eine große Körperoberfläche, wo die überschüssige Hitze abgegeben werden kann. Bei diesem Körperbau findet man meist ein oval, schräg gestellte Augen. Typische Vertreter orientalischer Rassen sind die Siam, die Cornish Rex und Devon Rex. Sehr beliebt ist auch die Siam- Burma- Kreuzung Tonkanese.

Mijou

Eine weitere Gruppe von Katzen steht zwischen den muskulösen Katzen aus dem nördlichen Europa und den sehnigeren Katze aus dem warmen Afrika und Asien. Diese Vertreter sind schlank, aber auch muskulös. Sie werden als halb-fremdländisch (semi-foreign) bezeichnet. Charaktertisch für diese Katzen sind leichte ovale und schräg gestellte Augen, ein leicht keilförmiger Kopf, schlanke und muskulöse Beine, runde Pfoten, sowie ein sich verjüngender Schwanz. Dazu zählen Rassen wie die Türkisch Angora, Russisch Blau und auch die Abessinier.

Aus den Semi- Foreign- Katzen haben sich im Laufe der Zeit verschiedene neue Rassen entwickelt. Diese unterscheiden sich dabei lediglich in der Felllänge und Farben. Vertreter sind hier die Nebelung, Russisch Schwarz und auch Russisch Weiß.

Bilder: Radka Schöne und Andrea Damm / pixelio.de