03/5/13

Fellpflege und Katzenwäsche

In der Regel sind Katzen bei der Fellpflege nicht auf menschliche Hilfe angewiesen. Sie sollte aber doch einen festen Bestandteil im Zusammenleben einnehmen.

Man hat so die Gelegenheit, den Gesundheitszustand der Katze zu kontrollieren. Gekämmt und gebürstet wird die Katze am besten draußen. So können der Schmutz, Haare und Flöhe aus dem Haus verbannt werden. Daneben eignen sich aber auch das Badezimmer oder Veranden. Empfehlenswert ist beim Kämmen eine Papier- oder Plastikunterlage zu verwenden. Wichtig ist nun auch eine Untersuchung der Ohren, Augen und Krallen. Die Ohren werden mit einem in Olivenöl getränkten Tuch gereinigt und die Augenregion mit Wasser. Die Zähne sollten einmal wöchentlich einer Reinigung unterziehen. So kann einer Zahnsteinbildung vorgebeugt werden.

Bei freilebenden langhaarigen Katzen erfolgt der Fellwechsel im Frühjahr. Bei den Hauskatzen erstreckt sich  allerdings dieser Prozess über das ganze. Gründe hierfür liegen in einer warmen und künstlich beleuchteten Umgebung. Langhaarkatzen benötigen täglich eine Fellpflege, um so einer Verfilzung des Felles vorzubeugen. Hingegen brauchen Kurzhaarkatzen keine tägliche Fellpflege. Hier genügt es zweimal in der Woche zu kämmen und bürsten.

Die Hilfsmaterialien für die Fellpflege bestehen aus einem weitzinkingen Kamm für Verfilzungen, einem engzinkiger Kamm zum Aufspüren von Flöhen und einer Gummibürste zum Entfernen von abgestorbenen Haaren. Fettiges Fell wird mit Talkumpuder oder Trockenshampoo eingerieben und anschließend ausgebürstet. Für ein glänzendes Fell kommen Tücher aus Samt, Seide oder Wildleber zum Einsatz.

In der Regel müssen Katzen nicht gebadet werden. Sollte einmal doch das Fell stark verschmutzt sein, ist ein Bad dann doch angebracht. Dazu werden alle Fenster und Türen geschlossen, um Zugluft zu verhindern. Die Wanne wird mit einer rutschfesten Gummimatte ausgestattet. Das Wasser muss der Körpertemperatur der Katze (38 bis 39°C) entsprechen. Die Wanne dann fünf bis zehn Zentimeter hoch mit Wasser gefüllen. Mittels einer Handdusche kann man nun die Katze befeuchten. Zum Einseifen am besten ein mildes Baby- oder Katzenshampoo verwenden. Vor dem Herausnehmen wird die Katze in ein Handtuch gewickelt und abgetrocknet. Sie kann aber auch bei niedrigster Stufe geföhnt werden. In jedem Fall muss Zugluft vermieden werden, bis das Fell vollkommen trocken ist. Danach kämt man das Fell sanft durch.

Katzen eilt ja der Ruf voraus, dass sie sehr reinliche Tiere sind. Bis zu einem Drittel ihres Wachseins verbringen sie mit der Körperpflege. Ihre raue Zunge kann fast alle Körperstellen erreichen. Auch die Vorderpfoten und Zähne dienen als Reinigungsinstrumente.

Die „Katzenwäsche“ dient nicht nur der Säuberung allein, sondern sie erhält auch das Fell weich und glänzend. Weiterhin werden so abgestorbene Haare, lose Hautschuppen, Fremdkörper und Parasiten entfernt. Es wird dadurch auch die Muskulatur belebt und das Wachstum und den Blutkreislauf gefördert.

Daneben hat diese Art der Fellpflege auch einen ernährungsspezifischen Wert. Sie liefert das Vitamin D, welches unter der Sonneneinstrahlung gebildet wird. Weiterhin erfüllt das mit Speichel versehene Fell bei hohen Außentemperaturen die Funktion des Schweißes. Es wird so durch Verdunstung die Körpertemperatur reguliert. Mitunter kann aber auch die Fellpflege von manchen Katzen übertrieben werden. Hautentzündungen, Entstehung von Haarbällen und Haarausfall können dann die Folge sein.

Bei der Fellpflege werden unweigerlich einzelne Haare verschluckt. Durch Absonderungen der Magenschleimhaut verklumpen diese. In der Regel werden diese dunklen Fellklumpen wieder ausgewürgt. Teilweise kann es aber auch zu Verstopfungen kommen. Es reicht hier schon, wenn der Katze Öl oder Fett verabreicht wird. Der Haarball kann sich so auflösen. Es gibt aber auch Katzen, welche nicht sonderlich an der Fellpflege interessiert sind. Nachhelfen kann man hier mit etwas Butter. Diese wird auf das Fell geschmiert. Normal  wird so zur Pflege animiert. Besteht kein Erfolg, dann einfach nochmals probieren.